Informationen über den Umgang mit Kühlschmierstoffen (KSS)

Da wassergemischte Kühlschmierstoffe aufgrund ihrer Zusammensetzung in der betrieblichen Anwendung zwangsläufig einer Besiedlung mit Mikroorganismen (Bakterien, Schimmel- / Hefepilze) unterliegen, handelt es sich beim Umgang mit keimbelasteten Kühlschmierstoffen gemäß der Biostoffverordnung um eine nicht gezielte Tätigkeit mit biologischen Arbeitsstoffen. Dabei ist zu beachten, dass nicht das Produkt „Kühlschmierstoff“ der Biostoffverordnung unterliegt, das Kühlschmierstoff-Konzentrat ist in aller Regel frei von Mikroorganismen, sondern die mikrobielle Kontamination der Betriebsemulsion, d.h. des wassergemischten Kühlschmierstoffs im Gebrauch.

Da Kühlschmierstoffe (KSS) verschiedene chemische Stoffe enthalten, die gesundheitsschädlich sein können, ist im Umgang besondere Vorsicht geboten. Einige von ihnen können z.B. sensibilisierende, krebserzeugende, erbgutverändernde, fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften besitzen. Die Kühlschmierstoffe können über Haut und durch Einatmen als Ölnebel und Aerosol in den Körper aufgenommen werden.

Aufgrund der Zusammensetzung sind beim Umgang mit KSS neben  den Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vor allem die Regelungen zur BioStoffV (z.B. TRBA 500) und zur Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), sowie die Regelungen und Informationen der Berufsgenossenschaften zu berücksichtigen (z.B. BGR 143, BGI 762).

Gesetzestexte & weiterführende Links

TRA 500

Arbeitsschutzgesetz

www.arbeitssicherheit.de