Technische Schutzmaßnahmen

  • Geschlossene Erfassungssysteme mit Vollkapselung, Umhausung und einer, in allen Betriebszuständen mit gleicher Leistung betriebenen Absaugung.
  • Bei halboffenen und offenen Erfassungssystemen sollte eine ausreichende Absaugung so nah als möglich an der Emissionsquelle eingerichtet sein.
  • Wenn technisch möglich – vollautomatische Beschickung der Maschinen und Anlagen.
  • Spritzschutzeinrichtungen und Abstreifringe einbauen, sofern diese nicht schon bereits in die Anlage integriert sind.
  • Bei Absauganlagen mit Luftrückführung oder sonstigen Umluftanlagen ist auf eine sachgerechte Wartung, insbesondere auf regelmäßigen Filterwechsel zu achten.
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Brand- und Explosionsgefahren.

Bei Maschinen und Anlagen mit geringer Schnittgeschwindigkeit und geringer Erwärmung des Werkstückes und daher auch geringerer Emission, bei denen aus arbeitstechnischen Gründen eine Absaugung nicht vorhanden ist, muss besonderes Augenmerk auf folgende Schutzmaßnahmen gelegt werden:

  • gute Be- und Entlüftung des Raumes.
  • Trennung des unmittelbaren Arbeitsbereiches von allen nicht direkt in den Arbeitsablauf involvierten Arbeitsplätzen (wie z.B. händische Fertigungsplätze).
  • Effiziente Spritzschutzeinrichtungen.

Um die Verkeimung, Veränderung und Zersetzung der Kühlschmierstoffe möglichst gering zu halten, sind folgende Maßnahmen einzuhalten:

  • Feststoffe wie Späne oder Metallabrieb sind kontinuierlich zu entfernen.
  • Aufschwimmende Öle sind über Skimmer oder andere Abscheider abzutrennen.
  • Beim Kühlschmierstoffwechsel ist eine gründliche Reinigung und Desinfektion des gesamten Umlaufsystems erforderlich (nur durch hierfür beauftragte und entsprechend unterwiesene Person).
  • Ausreichend große Vorratsbehälter sind vorzusehen, so dass genügend Verweilzeit zum Absetzen verbleibt und keine zu große Umlaufzahl erforderlich ist (6-10 Umläufe für wassergemischte KSS, <3 Umläufe pro Stunde für nichtwassergemischte KSS).
  • Unzugänglichen Ecken im Kreislaufsystem sind möglichst zu verhindern.

Zusätzliche Maßnahmen:

  • Die Reinigung von Werkstücken, Werkzeugen, Maschinen usw., sollte mit einer Vakuumabsaugung oder in einer geschlossenen Anlage vorgenommen werden. Das Abblasen der Kühlschmierstoffe ist zu vermeiden.
  • Das Mischen sollte mittels einer Mischbatterie oder eines Dosiersystems erfolgen. Das Mischen mit Eimer und Messbecher ist zu vermeiden.
  • Im gesamten System sind die Temperaturen so einzustellen, dass die vom Hersteller angeführten Werte nicht überschritten werden können.
  • Bei nichtwassermischbaren Kühlschmierstoffen sind, wenn technisch möglich, Werkstücke immer überflutet zu halten, um Qualm und Ölnebelbildung zu vermeiden.